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Hackschnitzel und Brennholz

Hackschnitzel

in Heizen mit Holz

Das von einem Häcksler zerkleinerte Holz bezeichnet man als Hackschnitzel. Sie werden für drei Einsatzzwecke genutzt: Für die Holz verarbeitende Industrie zur Herstellung von Pressspanplatten etc., als Brennstoff für Hackschnitzelheizungen sowie für die Pilzzucht.

Hackschnitzel fallen als Nebenprodukt der Sägeindustrie an oder werden mit mobilen Hackgeräten aus minderwertigem Holz, welches aus Durchforstungen, Ästen oder Altholz stammen kann, hergestellt. Folgerichtig bestehen Hackschnitzel zu einhundert Prozent aus Holz und haben – abhängig von der Holzart – einen Brennwert von etwa 4 kWh. In den vergangenen Jahren ist die Schnitzel-Nachfrage parallel zum Pellet-Boom stark gestiegen, da Hackschnitzel die Möglichkeit bieten, mittels Förderschnecken eine automatische Beschickung durchzuführen – im großen wie im kleinen Stil. Einerseits wird in privaten Haushalten zunehmend mit Hackschnitzeln geheizt, wenn die Heizanlage eine gemischte Nutzung von Hackschnitzeln und Holzpellets erlaubt (was sich für die Heizkosten als sehr günstig erweist), andererseits wird in einigen Blockkraftwerken kombiniert Strom und Wärme aus Hackschnitzeln unterschiedlicher Größe erzeugt.

Brennholz: Es bestehen verschiedene Handelsformen an „Energieholz“, nämlich Stückholz, Scheitholz, Rundholz/Blockholz und Brennreisig. Man beurteilt die Nützlichkeit von Brennholz nach der Brenndauer und dem Heizwert; und falls ein offener Kamin benutzt wird, kommen mitunter auch noch „weiche Faktoren“ wie Optik und Geruch hinzu.

Bezüglich des Heizwertes von Brennholz existieren zwei unterschiedliche Angabeformen: man rechnet entweder massenbezogen (Kilowattstunde pro Kilogramm) oder volumenbezogen (Kilowattstunde pro Kubikdezimeter). Wie bei allen Naturprodukten unterliegen beide Angaben beim Holz gewissen Schwankungen. Doch vereinfacht ausgedrückt lässt sich sagen: Einerseits haben Laub- und Harthölzer mehr Heizwert pro Raummeter als Weich- und Nadelhölzer, andererseits liegt der Heizwert nach Gewicht bei Nadelhölzern höher als bei Harthölzern. Hinzu kommt, dass Nadelholz schneller brennt, Laubholz langsamer und anhaltender. Je nach Heizmethode – zum Beispiel offener Kamin, Küchenöfen oder Holzvergaserkessel – kommen entsprechend unterschiedliche Holzarten zum Einsatz.

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Frank März 2, 2010 um 12:37

Sehr schöner Beitrag, der nochmal klare Definitionen aufgreift und einfach erklärt. Die Aufklärung des Verbrauchers ist immer der beste Weg!

Bye

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