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Entstehung & Historie

Seit den düsteren Prognosen des Club of Rome, die auf die unausweichlichen Folgen der Endlichkeit fossiler Rohstoffe und die Grenzen des Wachstums hinwiesen, erleben alternative Rohstoffe als moderne Energieträger eine Renaissance. So auch Holz, das im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich bei einer entsprechenden Feuerstätte, wieder salonfähig wurde. Heutzutage kann man sich kaum noch vorstellen, dass Holzpellets erst seit Kurzem boomen – ja, geradezu auf eine sehr junge Entwicklungsgeschichte zurückblicken. Denn erst in 1980er Jahren entwickelte ein Flugzeugingenieur den ersten automatischen Ofen, der mit Pellets aus gepressten Spänen befeuert wurde.

Seit der weltweiten Ölkrise in den frühen 1970er Jahren suchten Tüftler und Erfinder ganz gezielt nach alternativen und kostengünstigeren Energiequellen. Aus Sägespänen, Hobelabfällen und Holzresten gepresste Pellets kamen in diversen industriellen Anlagen als Brennstoff zum Einsatz. Also fokussierte sich die Forschung darauf nach Möglichkeiten zu suchen, wie man mit den kleinen Sticks auch das eigene Heim komfortabel und automatisch beheizen könnte. Mitte der 1970er Jahre war es dann soweit: im US-Bundesstaat Oregon wurde die erste Pelletfabrik der Welt errichtet.

Es war aber das private Interesse des amerikanischen Flugzeugingenieurs Jerry Whitfield aus Seattle, der den Pelletproduktionsprozess auf einen neuen Entwicklungsstand hievte. Whitfield beschäftigte sich in seiner Freizeit ausgiebig mit der Frage, wie es denn möglich wäre, eine umweltfreundliche Holzheizung genauso komfortabel zu bedienen wie eine Öl- bzw. Gasanlage. 1983 erzielte er den Durchbruch – der erste Pelletofen für den privaten Gebrauch kam zum Einsatz. Ein Jahr später präsentierte er auf einer Messe in Nevada seinen Prototyp, und heimste dafür viel Lob ein. Whitfields Pelletofen überzeugte auf Anhieb über 1.000 Interessenten, der Stein kam ins Rollen … Damit war klar, dass Heizen mit Holz nicht zwangsläufig mit schweißtreibendem Holzhacken einhergeht. Und heute bringt man das Eine nur noch selten mit dem Anderen in Verbindung.

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